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Schritt für Schritt zum Streamer werden

Twitch Tipps für Anfänger: OBS vs. Streamlabs – Was ist besser?

Du willst auf Twitch streamen und fragst dich: OBS oder Streamlabs? Hier erfährst du, welches Tool 2025 besser für Anfänger geeignet ist.

Artikel von Markus Bauer +

Wenn du 2025 auf Twitch durchstarten willst, brauchst du eine zuverlässige Streaming-Software. Doch viele Einsteiger stellen sich die gleiche Frage: OBS oder Streamlabs – welches Tool ist besser für Anfänger geeignet?

Beide Programme sind kostenlos und weit verbreitet. Doch sie unterscheiden sich in Bedienung, Funktionen und Performance. In diesem Artikel erfährst du, welches Tool zu dir passt und warum die Entscheidung einfacher ist, als du denkst.

OBS Studio: Der schlanke Allrounder

OBS Studio ist die Open-Source-Lösung, auf der viele andere Programme basieren. Vorteile:

  • Leichtgewichtig und ressourcenschonend
  • Große Community und viele Tutorials
  • Extrem flexibel mit Plugins und Szenen-Setup
  • Regelmäßige Updates ohne Werbeeinblendungen

Ideal, wenn du deinen Stream technisch individuell anpassen willst. Allerdings wirkt die Benutzeroberfläche auf Anfänger etwas nüchtern. Die Einarbeitungszeit kann durchaus ein Thema werden! Wenn du ein technikaffiner Mensch bist und die maximale Kontrolle möchtest, dann dürfte OBS Studio genau das Richtige für dich sein!

Streamlabs: Komfortabel, aber schwerfällig

Streamlabs basiert auf OBS, bietet aber eine grafisch aufpolierte Oberfläche und viele Features direkt integriert:

  • Einfache Einrichtung mit Ein-Klick-Themes (allerdings läuft du damit Gefahr, dass dein Stream genauso aussieht wie ein anderer!)
  • Alerts, Chat, Donations – alles in einem Programm
  • Integration mit Twitch, YouTube und TikTok
  • Cloud-Backups (optional mit Account)

Aber: Streamlabs ist ressourcenhungriger und braucht mehr Leistung, was bei schwächeren PCs zu Problemen führen kann. Außerdem sind viele Funktionen hinter einer Paywall versteckt. Das heißt du musst etwas in die Geldbörse greifen, um alle Funktionen nutzen zu können!

Die wichtigsten Unterschiede zwischen OBS Studio und Streamlabs

Merkmal OBS Studio Streamlabs
Performance Sehr gut Mittel
Bedienung Etwas komplexer Anfängerfreundlich
Anpassbarkeit Extrem hoch Mittel
Add-ons & Plugins Riesige Auswahl Eingeschränkt
Werbung/Paywall Keine Teilweise kostenpflichtig
CPU-Auslastung Gering Hoch

OBS Studio: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Twitch (2025)

1. OBS Studio herunterladen
Wähle dein Betriebssystem, lade die Datei herunter und installiere OBS.

2. OBS einrichten
Starte OBS und folge dem Auto-Konfigurationsassistenten. Wähle:

  • „Ich will streamen“
  • Deine Auflösung (1080p empfohlen)
  • Deine gewünschte FPS (30 oder 60 FPS – je nach PC)

3. Twitch verbinden
Gehe zu „Einstellungen > Stream“, wähle Twitch als Dienst.
Du kannst dich direkt per Account anmelden oder einen Stream-Schlüssel von deinem Twitch-Dashboard einfügen.

4. Szenen & Quellen erstellen

  • Szene 1: Erstelle eine neue Szene
  • Quellen hinzufügen:
    • Bildschirmaufnahme oder Fensteraufnahme
    • Webcam (Videoaufnahmegerät)
    • Audioeingabe (z. B. Mikrofon)

5. Layout anpassen
Verschiebe und skaliere deine Quellen im Vorschaufenster – alles per Drag & Drop.

6. Audio richtig einstellen
Gehe zu „Audio Mixer“ und stelle sicher, dass:

  • Mikrofon aktiv ist
  • Desktop-Sound korrekt erkannt wird

7. Bitrate & Auflösung (Tipp für schwächere PCs)
Unter „Einstellungen > Ausgabe“:

  • Bitrate: 2500–4500 (für 720p) oder 6000 (für 1080p)
  • Encoder: Hardware (NVENC) wählen, wenn verfügbar

8. Testaufnahme starten
Nutze „Aufnahme starten“, um vor dem Livegang alles zu testen.

9. Stream starten
Wenn alles passt: Klicke auf „Stream starten“ – fertig!

Streamlabs: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Twitch (2025)

1. Streamlabs herunterladen
Installiere das Programm für Windows oder macOS.

2. Twitch verbinden
Beim ersten Start wirst du gefragt, welchen Dienst du nutzt. Wähle Twitch und logge dich direkt ein.

3. Auto-Einrichtung nutzen
Streamlabs bietet dir an, dein System automatisch zu optimieren. Folge dem Einrichtungsassistenten.

4. Ein Streaming-Layout wählen
Streamlabs schlägt dir sofort ein fertiges Theme vor – wähle ein kostenloses Design (z. B. „Clean Overlay“ oder „Minimal Dark“).

5. Szenen bearbeiten

  • Passe dein Overlay an (Webcam, Alerts, Chat)
  • Füge neue Quellen hinzu, z. B.:
    • Display Capture (gesamter Bildschirm)
    • Game Capture (nur Spiel)
    • Video Capture Device (Webcam)

6. Audio testen
Gehe zu Mixer und überprüfe:

  • Mikrofon (Mic/Aux) ist aktiv
  • Desktop-Audio funktioniert

7. Spenden & Chat einrichten (optional)
Nutze das integrierte Dashboard, um:

  • Alerts zu aktivieren (Follow, Donation, Sub)
  • Chat im Overlay einzublenden

8. Einstellungen überprüfen
Unter „Einstellungen > Ausgabe“:

  • Encoder: NVENC (empfohlen)
  • Bitrate: 4500–6000 für 1080p
  • FPS: 30 oder 60 (je nach PC)

9. Testaufnahme oder Probestream
Du kannst den Stream privat testen oder eine Aufnahme speichern.

10. Live gehen
Klick auf „Stream starten“ – und dein erster Twitch-Stream ist live!

OBS vs. Streamlabs – So triffst du die richtige Wahl

Wenn du einen leistungsstarken PC hast und Wert auf Komfort und schnelle Einrichtung legst, ist Streamlabs eine gute Wahl zum Start. Willst du langfristig mehr Kontrolle, bessere Performance und maximale Anpassung, solltest du direkt mit OBS Studio einsteigen. Du kannst beide Programme kostenlos testen. Finde also selbst heraus, was dir besser liegt.

Nutze vor dem ersten echten Stream immer eine Testaufnahme, um Ton, Kamera und Spielaufnahme zu prüfen. Und vergiss nicht: Der Inhalt zählt mehr als Perfektion!

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Dieser Artikel bzw. Bilder wurde/n mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt, jedoch vor der Veröffentlichung von einem Menschen überprüft.

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