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Gesetz mit Sprengkraft?

Social-Media-Verbot: Droht Roblox, Steam & Twitch ein „Kinder-Bann“ in Australien?

Australien plant Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige! Betroffen könnten auch Roblox, Steam und Twitch sein. Start am 10. Dezember.

Artikel von dailygame +

Australien sorgt mit einem neuen Gesetzesentwurf für Aufsehen: Ab dem 10. Dezember 2025 sollen Kinder unter 16 Jahren keine Accounts mehr bei Social-Media-Plattformen anlegen dürfen. Eigentlich klingt das nach einem Schlag gegen TikTok, Instagram oder Snapchat, doch überraschend stehen auch Roblox, Steam und Twitch auf der Prüfliste der Regulierungsbehörde „eSafety“.

Die Kommission hat bereits im September zahlreiche Unternehmen angeschrieben, darunter auch META (Facebook, Instagram, WhatsApp), Discord und YouTube. Sie mussten Selbsteinschätzungen abgeben, ob sie unter die neue Regelung fallen. Wer als „altersbeschränkt“ gilt, wird verpflichtet, junge Nutzer konsequent auszuschließen.

Warum trifft es plötzlich auch Spieleplattformen?

Eigentlich sind Online-Games in Australien von dem Gesetz ausgenommen. Doch Plattformen wie Roblox und Steam bieten längst mehr als nur Spiele: Sie haben Chats, Community-Räume und Social-Features. Genau das macht sie aus Sicht der Behörden zu einem möglichen Risiko.

„Wo Kinder online aktiv sind, tauchen leider auch Erwachsene mit schlechten Absichten auf“, warnte eSafety-Kommissarin Julie Inman Grant kürzlich. Vor allem Roblox sei wegen seiner Kommunikationsoptionen in den letzten Jahren immer wieder in die Kritik geraten.

Twitch ist der größte Gaming-Streaming-Dienst der Welt - Bild: Twitch

Twitch ist der größte Gaming-Streaming-Dienst der Welt – Bild: Twitch

Roblox verspricht Verbesserungen

Um den Druck zu entschärfen, hat Roblox neue Sicherheitsmaßnahmen angekündigt:

  • Unter-16-Jahre-Accounts sollen künftig standardmäßig privat sein
  • Chats werden restriktiver geregelt
  • Erwachsene dürfen Kinder nicht mehr ohne Zustimmung der Eltern kontaktieren

Auch Streaming-Plattformen wie Twitch könnten betroffen sein. Zwar lassen sich Streams weiterhin ohne Login verfolgen, doch ein eigener Account – und damit Chat und Interaktion – wäre für Jugendliche künftig tabu.

Folgen weit über Australien hinaus?

Obwohl das Gesetz nur in Australien gilt, schauen Experten weltweit genau hin. Sollte es umgesetzt werden, könnte es anderen Ländern als Vorlage dienen. Für die Gaming-Community stellt sich die Frage: Bleibt Online-Spielen so frei wie bisher oder bestimmen künftig Auflagen, wer dabei sein darf?

Mit dem geplanten „Kinder-Bann“ stellt Australien nicht nur klassische Social-Media-Giganten, sondern auch Teile der Gaming-Szene ins Rampenlicht. Ob Roblox, Steam und Twitch am Ende wirklich jugendlichen Spielern verwehrt bleiben, entscheidet sich in den kommenden Monaten. Klar ist: Die Diskussion über Sicherheit und Freiheit im Netz erreicht eine weitere Dimension.

Quelle: eSafety Australien

Dieser Artikel erschien zuerst auf DailyGame.at.

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