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Valve: „Steam Machine Verified“ hat weniger Hürden als das Steam Deck

Valve erklärt, warum "Steam Machine Verified" weniger Einschränkungen hat als Steam Deck. Für Entwickler könnte das ein echter Gamechanger werden.

Artikel von dailygame +

Seit der offiziellen Enthüllung der neuen Steam Machine steht vor allem eine Frage im Raum: Welche Spiele werden darauf verfügbar sein? In der Steam-Bibliothek gibt es bekanntlich viele tausende Games. Jetzt liefert Valve eine klare Antwort und die fällt überraschend entspannt aus.

Laut Valve wird das neue Steam Machine Verified-Programm mit deutlich weniger Hürden starten als das bekannte Steam-Deck-System. Wer sein Spiel bereits auf Steam Deck verifiziert hat, kann sich zurücklehnen: Es gilt automatisch auch für die Steam Machine.

Laut Valve-Designer Lawrence Yang können Entwickler, die ein „Steam Machine Verified“-Siegel anstreben, mit weniger Einschränkungen als bei der Steam Deck-Verifizierung rechnen. „Eine einfache Faustregel lautet: Wenn Ihr Titel auf Steam Deck verifiziert ist, ist er auch auf Steam Machine verifiziert“, so Yang (via Gamedeveloper.com). VR-Entwickler, die eine Steam Frame-Verifizierung anstreben, müssen mit einem anderen Verfahren rechnen. Yang versicherte jedoch, dass Valve dieselben Testrunden durchläuft und Entwicklerfeedback einholt wie bei den anderen Verifizierungsprogrammen.

Damit signalisiert Valve, dass die Steam Machine nicht als streng kontrollierte Plattform gedacht ist, sondern als offenes PC-System mit Konsolenkomfort. Für Studios bedeutet das weniger Anpassungsaufwand und für Spieler schneller mehr Inhalte.

Steam Machine: Warum das „Verified-Label“ so wichtig ist

Das Verified-Siegel ist längst mehr als nur ein technischer Hinweis. Es ist ein handfester Marketingfaktor. Spiele mit dem Badge landen bevorzugt in Bereichen wie „Great on Deck“ und genießen deutlich mehr Sichtbarkeit im Store. Ganz ohne Differenzierung geht nicht. Für VR-Titel und das sogenannte Steam Frame Verification-Verfahren kündigt Valve einen gesonderten Prüfprozess an. Laut Yang bleibt dieser jedoch vertraut: gleiche Testrunden, gleiches Feedback, nur angepasst an die Anforderungen von VR-Hardware.

Das passt zur Positionierung der Steam Machine als flexibles Wohnzimmer-System, das mehr sein will als nur ein „größeres Steam Deck“.

Besonders spannend ist der Blick hinter die Hardware-Philosophie. Valve-Ingenieur Yang erklärte im selben Kontext, warum Valve sogar ein eigenes Zubehör wie den neuen Steam Controller Puck entwickelt hat. Bluetooth sei zwar praktisch, aber in realen Wohnzimmern oft problematisch: überfüllte Funknetze, Interferenzen, Latenzprobleme. Der Puck soll genau das umgehen, durch stabile Verbindung, weniger Störungen und gleichzeitiges Laden des Controllers.

Diese Denkweise passt perfekt zum übergeordneten Ziel: PC-Gaming soll sich anfühlen wie eine Konsole. Kein Setup-Marathon, sondern anschließen, einschalten, downloaden und spielen.

Steam Machine als Brücke zwischen PC und Konsole

Mit einem weniger strengen Verified-System, vereinfachter Controller-Kopplung und SteamOS als Basis macht Valve deutlich, wohin die Reise geht. Die Steam Machine soll den PC-Markt zugänglicher machen, ohne seine Offenheit zu verlieren. Gerade im Wohnzimmer, wo klassische Konsolen dominieren, könnte genau dieser Ansatz den Unterschied machen. Vor allem für Spieler, die PC-Flexibilität wollen, aber Konsolenkomfort erwarten.

Auch wenn die „PC-Konsole“ etwas teurer sein wird, als manche erwarten würden. Valve bietet ein freies PC-Ökosystem, dabei gibt es keine monatlichen oder jährlichen Kosten für Multiplayer.

Dieser Artikel erschien zuerst auf DailyGame.at.

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