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Ein bisschen schneller reicht Valve nicht.

Steam Deck 2 kommt, doch Valve wartet noch immer auf eine entscheidende Sache

Valve will keinen halbherzigen Nachfolger veröffentlichen. Selbst stärkere aktuelle Handheld-Chips erfüllen offenbar noch nicht alle Anforderungen.

Artikel von Markus Bauer +
  • Das Wichtigste in Kürze
  • Valve arbeitet weiterhin an einem Nachfolger des Steam Deck, nennt aber noch keinen Release-Termin.
  • Der Steam-Deck-Nachfolger soll einen echten Leistungssprung schaffen, ohne Akkulaufzeit und Effizienz deutlich zu verschlechtern.
  • Gerüchte über einen Release 2028 sind weiterhin unbestätigt und stammen nicht von Valve.

Wann kommt das Steam Deck 2? Vier Jahre nach dem ersten Steam Deck wird diese Frage immer häufiger gestellt. Valve macht inzwischen keinen Hehl mehr daraus, dass ein Nachfolger kommen soll. Das eigentliche Problem scheint allerdings noch immer dasselbe zu sein: Die richtige Hardware dafür existiert aus Valves Sicht offenbar noch nicht.

In einem neuen Interview wurde Valve-Entwickler Pierre-Loup Griffais erneut auf den nächsten Gaming-Handheld angesprochen. Seine Antwort klingt nicht nach einem Gerät, das unmittelbar vor der Vorstellung steht. Valve beschäftige sich weiterhin damit, „wie und wann“ man ein solches Produkt anbieten könne, berichtet ein aktuelles IGN-Interview.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Steam Deck 2 auf Eis liegt. Valve hatte bereits zuvor bestätigt, intensiv an der nächsten Generation zu arbeiten.

Valve will kein Steam Deck 1,5

Das Unternehmen verfolgt dabei seit Jahren dieselbe Strategie. Ein neuer Prozessor, der vielleicht 20 oder 30 Prozent mehr Leistung bringt, reicht Valve nicht. Der Nachfolger soll einen echten Generationssprung liefern. Gleichzeitig darf die zusätzliche Leistung nicht durch wesentlich höheren Stromverbrauch erkauft werden. Ein stärkerer Chip, der den Akku deutlich schneller leert, würde damit eines der wichtigsten Ziele verfehlen.

Griffais erklärte bereits 2023, dass Valve mehr Leistung nicht auf Kosten von Energieeffizienz und Akkulaufzeit erreichen möchte. Genau daran scheint sich bis heute nichts geändert zu haben. Aktuelle Windows-Handhelds zeigen zwar längst, dass deutlich mehr Gaming-Leistung möglich ist. Viele davon sind aber auch teurer, benötigen mehr Energie oder erreichen ihren Leistungsvorsprung erst bei höheren Wattzahlen.

Selbst neue Chips überzeugen Valve offenbar noch nicht vollständig

Interessant ist dabei die aktuelle Entwicklung bei Intel, AMD und Qualcomm. Mit Panther Lake hat Intel beispielsweise inzwischen Prozessoren im Markt, die einem solchen Generationssprung deutlich näher kommen. Doch auch hier gibt es noch Nachteile. Geräte mit der neuen Technik sind teuer und erfüllen nicht automatisch alle Anforderungen, die Valve an Preis, Leistung und Akkulaufzeit stellt.

Genau deshalb dürfte die Wahl des Prozessors am Ende darüber entscheiden, wann Steam Deck 2 überhaupt gebaut werden kann. Valve kann Gehäuse, Kühlsystem und Akku schließlich erst endgültig auf jene Hardware abstimmen, die tatsächlich im Gerät landet.

Die Speicherkrise ändert Valves Plan überraschend wenig

Ein weiterer Faktor sind die stark gestiegenen Speicherpreise. Valve musste deshalb bereits beim aktuellen Steam Deck reagieren. Seit Mai kostet das Steam Deck OLED mit 512 GB offiziell 779 Euro. Für die Version mit 1 TB werden mittlerweile 919 Euro verlangt. Valve begründete die Preiserhöhung ausdrücklich mit höheren Kosten für Speicher und andere Komponenten. Die Hardware selbst wurde dabei nicht verändert.

Trotzdem soll die aktuelle Knappheit Valves grundsätzliche Planung für Steam Deck 2 nicht wesentlich verändert haben. Das Unternehmen wartet also offenbar ohnehin auf einen Zeitpunkt, an dem Leistung, Effizienz und Preis sinnvoll zusammenpassen.

Kommt Steam Deck 2 wirklich erst 2028?

Seit Monaten kursiert ein möglicher Zeitraum für den Nachfolger. Hardware-Insider KeplerL2 (via NeoGAF-Forum) behauptete bereits, Valve peile 2028 an. Dieser Termin wurde allerdings nie von Valve bestätigt. Auch die aktuellen Aussagen nennen weder ein Jahr noch ein konkretes Veröffentlichungsfenster.

2028 würde zumindest zur bisherigen Strategie passen. Bis dahin könnten neue Chipgenerationen deutlich mehr Leistung innerhalb desselben Stromverbrauchs ermöglichen und sich die derzeit hohen Speicherpreise wieder normalisieren. Mehr als ein plausibles Gerücht ist der Termin momentan trotzdem nicht.

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