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Nur noch teuerste Variante verfügbar

Steam Deck OLED ausverkauft: RAM- und Speicherknappheit trifft Valve massiv

Das Steam Deck OLED ist in mehreren Regionen ausverkauft. RAM- und Speicherknappheit trifft Valve und wirft Fragen zur Zukunft neuer Hardware auf.

Artikel von dailygame +

Valve hat seine Store-Seite aktualisiert, mit einer Nachricht, die viele überraschen dürfte. Das Steam Deck OLED ist in mehreren Regionen zeitweise nicht verfügbar. In Nordamerika gilt das Modell aktuell sogar als komplett ausverkauft. Als Grund nennt Valve ausdrücklich Engpässe bei RAM und Speicherkomponenten. Wer also mit dem Gedanken spielte, sich die OLED-Version des beliebten Gaming-Handhelds zu sichern, muss sich nun auf Wartezeiten einstellen.

Noch bemerkenswerter ist eine zweite Information auf der Steam Deck-Webseite: „Wir haben die Produktion des Modells Steam Deck 256 GB LCD eingestellt. Sobald alle vorhandenen Geräte ausverkauft sind, ist dieses Modell nicht mehr verfügbar.“

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Das heißt konkret: Damit konzentriert sich Valve künftig vollständig auf das OLED-Modell, das nun ausgerechnet von Lieferengpässen betroffen ist. Aktuell gibt es in Österreich nur die 1TB-OLED-Variante zu kaufen. Und diese hat einen stolzen Preis von 679 Euro. Das ist kein ideales Timing für Hardwarekäufe.

Globale RAM- und Speicherkrise trifft Gaming-Hardware massiv

Die Knappheit bei Arbeitsspeicher und Storage-Komponenten ist kein isoliertes Problem. Der weltweite Boom rund um KI-Infrastruktur sorgt für enorme Nachfrage nach Speicherchips. Hersteller priorisieren lukrativere Enterprise- und AI-Produkte, was Consumer-Hardware zunehmend unter Druck setzt.

Valve bestätigt offen, dass genau diese Engpässe die Verfügbarkeit des Steam Deck OLED beeinträchtigen. Das wirft automatisch größere Fragen auf. Die Half-Life-Macher arbeiten bekanntlich auch an weiteren Geräten wie der Steam Machine und dem Steam Frame. Offizielle Preise oder feste Release-Daten gibt es bisher nicht. Bereits im November betonten Valves Produktdesigner Lawrence Yang und Pierre-Loup Griffais, dass man die Steam Machine nicht subventionieren wolle. Die Preisgestaltung solle sich am klassischen PC-Markt orientieren.

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Wenn jedoch schon das aktuelle Steam Deck mit RAM- und Speicherengpässen kämpft, wird der Launch neuer Hardware zu einer deutlich größeren Herausforderung. Komponenten sind teuer, Lieferketten angespannt und Kalkulationen werden schwieriger.

Die günstigeren Versionen des Steam Decks sind in Österreich nicht mehr bestellbar. - Screenshot: Steampowered.com

Die günstigeren Versionen des Steam Decks sind in Österreich nicht mehr bestellbar. – Screenshot: Steampowered.com

Steam Deck 2 gar erst 2028?

Auch ein Nachfolger ist bereits Thema. Der bekannte Hardware-Insider KeplerL2 (der erst vor wenigen Tagen über den PS6-Release gesprochen hat, aufgrund seiner guten AMD-Beziehungen) hatte zuletzt behauptet, dass ein Steam Deck 2 erst 2028 erscheinen könnte.

Das würde zu früheren Aussagen von Valve-Produktionsdesigner Yang passen, der von einem „Next-Generation“-Leistungssprung sprach und mindestens zwei bis drei Jahre Entwicklungszeit einräumte. Sollten die Speicherprobleme jedoch anhalten, könnte selbst dieses Zeitfenster unter Druck geraten.

Auch Konsolenhersteller stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Berichten zufolge prüft Sony eine mögliche Verschiebung der nächsten PlayStation-Generation auf 2028 oder sogar 2029. Die Speicherkrise wirkt sich also branchenweit aus, vom PC-Handheld bis zur Next-Gen-Konsole. Selbst bei Nintendo wird man wohl am aktuellen Preis der Switch 2 nicht dauerhaft festhalten können. Derzeit ist noch nicht fix, aber es ist abzusehen, wenn die KI-Branche weiterhin den Markt „leerräumt“.

Dieser Artikel erschien zuerst auf DailyGame.at.

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