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Grafikkarten werden teurer. Gekauft werden sie offenbar trotzdem.

Grafikkarten sind teuer wie lange nicht und verkaufen sich trotzdem überraschend gut

Trotz hoher Preise wächst der Markt für dedizierte GPUs deutlich. Selbst der schwächelnde PC-Markt kann den Boom derzeit nicht bremsen.

Artikel von Markus Bauer +

Wer aktuell eine neue Grafikkarte kaufen möchte, muss teilweise tief in die Tasche greifen. Eigentlich keine besonders guten Voraussetzungen für einen Verkaufsboom. Trotzdem passiert genau das. Die Verkäufe dedizierter Grafikprozessoren sind im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem vorherigen Quartal um 12,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt das Plus sogar 14,1 Prozent. Das geht aus neuen Zahlen von Jon Peddie Research hervor.

Das ist besonders bemerkenswert, weil der restliche PC-Markt nicht dieselbe Dynamik zeigt. Die weltweiten CPU-Auslieferungen lagen im gleichen Zeitraum 1,1 Prozent unter dem Vorjahr. Grafikkarten entwickeln sich damit derzeit deutlich besser als der klassische PC-Markt.

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Hohe Preise halten PC-Spieler offenbar nicht vom Upgrade ab

Wie Tom’s Hardware berichtet, kommt das Wachstum zu einer Zeit, in der aktuelle Grafikkarten weiterhin ungewöhnlich teuer sind. Steigende Speicherpreise und wenige größere Rabatte halten die Preise von Nvidia- und AMD-Modellen hoch.

Das scheint die Nachfrage bislang aber erstaunlich wenig zu bremsen. JPR meldet für den gesamten PC-GPU-Markt im zweiten Quartal 75,5 Millionen ausgelieferte GPUs. Darin sind allerdings auch integrierte Grafiklösungen enthalten. Bei den dedizierten GPUs nennt JPR bislang keine absolute Stückzahl. Aufgrund der Datenlage wird geschätzt, dass AMD, Nvidia und Intel zusammen ungefähr 20 Millionen separate GPUs für Desktops und Notebooks ausgeliefert haben könnten.

Notebooks treiben den Markt besonders stark an

Ganz gleichmäßig verteilt sich der Boom allerdings nicht. Desktop-GPU-Auslieferungen gingen gegenüber dem vorherigen Quartal um 4 Prozent zurück. Bei Notebook-GPUs gab es dagegen einen kräftigen Anstieg von 16,8 Prozent. Das erklärt einen Teil des ungewöhnlichen Wachstums. Immer mehr leistungsfähige Gaming-Notebooks kommen mit dedizierten Nvidia- oder AMD-GPUs auf den Markt und werden entsprechend in der Statistik berücksichtigt.

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Auch AMD konnte seine Position verbessern. Betrachtet man den gesamten GPU-Markt inklusive integrierter Grafik, liegt Intel bei 56 Prozent, Nvidia bei 23 Prozent und AMD bei 21 Prozent. AMD lag ein Jahr zuvor noch bei 14 Prozent.

Der oft beschworene Frust über hohe Grafikkartenpreise führt bislang offenbar nicht zu einem Kaufstreik. Im Gegenteil: Dedizierte GPUs verkaufen sich deutlich besser als vor einem Jahr. Besonders Gaming-Notebooks tragen dazu bei, dass der Markt derzeit stärker wächst als viele andere Bereiche des PCs.

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