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Ghost Keeper im Early-Access-Test: Der Geist ist willig

Das Early-Access-Projekt erinnert stark an den Klassiker Ghost Master, muss aber noch an Technik und Gameplay schrauben.

Artikel von Eva Krumm +

Ghost Keeper ist ein Indie-Titel, der sich zurzeit im Early Access auf Steam befindet. Der Name verrät, worum es geht. Als Anführer beziehungsweise als Ghost Keeper ist es unsere Aufgabe, unsere Geister, Monster und Bestien zu verwenden, um Menschen zu erschrecken oder zu töten.
Sollte jemandem das Spielprinzip bekannt vorkommen, der sollte einen Blick auf Ghost Master werfen. Das Spiel ist schon gut zwei Jahrzehnte alt, hat aber dieses Jahr auch ein Remake bekommen mit neuen Inhalten.

Ghost Keeper orientiert sich zweifelsohne an diesem Klassiker. Die Auswahl an Geistern ist schon sehr groß, wobei das Tutorial mir persönlich etwas zu lang geht. Allgemein ist das Spiel noch etwas unausgereift und buggy, das ist leider nicht von der Hand zu weisen. Im Tutorial habe ich einen Bug gehabt, der Missionen und Ereignisse anzeigt und den Bereich zugespammt hat, sodass ich es noch einmal starten musste.

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Ghost Keeper (c) Quest Craft

Ghost Keeper (c) Quest Craft

Viele Ideen, aber noch nicht ganz rund

Das Grundgerüst des Spiels ist durchaus solide, benötigt aber absolut noch Feinschliff. Ich habe die ersten paar Maps gespielt, dabei kann man verschiedene Schwierigkeitsgrade auswählen, bei denen ich aber keinen großen Unterschied gemerkt habe. Die Maps bieten unterschiedliche Settings, was ich echt großartig finde. Wir haben alte viktorianische Häuser, aber auch Märkte oder Friedhöfe dabei.

Auf jeder Map können wir natürlich neue Geister befreien. Wie wir das anstellen, wird in unseren Missionen aufgeführt, die uns auch ganz klar hindurchleiten. Bisher hatte ich soweit keine Probleme, alle Geister beim ersten Durchlauf der Map mitzunehmen. Die Aufgaben hierbei sind kreativ und vielseitig. Leider kann man das ansonsten für die Hauptaufgabe nicht behaupten. Letzten Endes müssen wir die Map von allen Menschen befreien. Dabei können wir sie verjagen oder gar töten. Mit den Geistern Nachtklinge und Schattenkiefer konnte ich mich eigentlich relativ durch alle Maps durchmetzeln, töten ist definitiv leichter als verjagen.

Ghost Keeper (c) Quest Craft

Ghost Keeper (c) Quest Craft

Geisterjäger und Gameplay-Balance

Auch die Geisterjäger sind anstrengend. Sofern ich das richtig gesehen habe, können maximal zwei Geisterjäger gleichzeitig da sein. Verjagt man einen oder tötet ihn, können die anderen NPCs erneut einen rufen. Zurzeit stellen sie auch keine große Gefahr dar, sie fangen zwar Geister ein, sperren sie aber nicht dauerhaft wie bei Ghost Master. Sie halten sie nur fest, und wenn man sie erschreckt, lassen sie den Geist los. Man muss sie sich halt nur oft bis zum Schluss aufheben, damit nicht immer wieder neue kommen. Ich habe mich daher erst einmal auf die ganzen anderen Personen konzentriert, bevor ich ihnen Schattenkiefer und Nachtklinge mit ihren Killerfähigkeiten auf den Hals gehetzt habe.

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Alle Geister haben persönliche Fähigkeiten, die nur sie nutzen können, aber es gibt auch allgemeine. Diese kann man dann auf verschiedene Geister anwenden, je nachdem, aus welchen Geistern ein Team gerade besteht.

Ghost Keeper (c) Quest Craft

Ghost Keeper (c) Quest Craft

Frühe Version mit Potenzial

Nach wie vor muss ich sagen: Das Game ist ein Early Access und die Entwickler arbeiten fleißig daran. Sollte das Spiel offiziell komplett released werden, werde ich es mir definitiv noch einmal anschauen und neu bewerten. Da man ohne Probleme Bugs und eigene Ideen einreichen kann, bin ich mir sicher, dass daraus ein gutes Spiel werden kann.

Fazit zu Ghost Keeper

Ghost Keeper zeigt bereits im Early Access ein solides Fundament und viele gute Ideen, die klar von Klassikern wie Ghost Master inspiriert sind. Besonders die abwechslungsreichen Maps und die große Auswahl an Geistern sorgen für einen guten Ersteindruck. Gleichzeitig merkt man dem Spiel aber deutlich an, dass es noch nicht fertig ist, vor allem bei Bugs, Balancing und der Missionsstruktur. Aktuell richtet sich der Titel vor allem an Spieler, die mit unfertigen Systemen leben können und Lust haben, die Entwicklung aktiv mitzuverfolgen. Mit weiterem Feinschliff hat Ghost Keeper jedoch das Potenzial, sich zu einem wirklich starken Genre-Vertreter zu entwickeln.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dailygame.at.

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