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Mehr RAM für KI heißt weniger für Gaming-PCs

„RAMageddon“ trifft Gamer: Der KI-Boom macht Gaming-PCs immer teurer

DRAM-Preise haben sich innerhalb eines Jahres vervielfacht. KI-Rechenzentren verschärfen die Knappheit und eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht.

Artikel von Markus Bauer +

Wenn du 2026 einen neuen Gaming-PC bauen oder deinen bestehenden Rechner aufrüsten möchtest, wird die Einkaufsliste nicht gerade angenehmer. Nach hohen Preisen bei Grafikkarten und anderen Komponenten trifft die aktuelle Speicherkrise zunehmend auch klassischen Arbeitsspeicher.

Die Situation ist inzwischen so angespannt, dass dafür bereits ein passender Name kursiert: „RAMageddon“. Laut einem aktuellen Bericht der Financial Times haben sich die Preise für DRAM innerhalb eines Jahres ungefähr verfünffacht. Einer der wichtigsten Gründe dafür ist ausgerechnet der weltweite KI-Boom.

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KI-Rechenzentren verschlingen immer mehr Speicher

Unternehmen investieren Milliarden in neue KI-Rechenzentren. Diese benötigen nicht nur leistungsfähige GPUs, sondern auch enorme Mengen an schnellem Speicher. Besonders gefragt ist High Bandwidth Memory, kurz HBM, das unter anderem in KI-Beschleunigern zum Einsatz kommt.

Für Speicherhersteller ist dieses Geschäft besonders lukrativ. Produktionskapazitäten werden deshalb zunehmend auf HBM und Server-Speicher ausgerichtet. Klassischer DRAM für PCs, Notebooks und andere Consumer-Geräte gerät dadurch stärker unter Druck.

Gaming-PCs könnten noch länger teuer bleiben

Das Problem dürfte sich nicht innerhalb weniger Monate erledigen. Neue Produktionsstätten benötigen Jahre, bis sie tatsächlich relevante Mengen liefern können. Branchenexperten rechnen deshalb damit, dass die angespannte Lage auch 2027 noch eine Rolle spielen wird.

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TrendForce erwartet für 2027 weiterhin eine Unterversorgung bei DRAM. Die Nachfrage soll schneller wachsen als das Angebot, während HBM einen immer größeren Anteil der verfügbaren Produktionskapazitäten beansprucht. Für klassische Consumer-Hardware bedeutet das weiterhin erhöhten Kostendruck.

Die Folgen sind bereits sichtbar. Hersteller versuchen höhere Komponentenpreise entweder an Kunden weiterzugeben oder die Ausstattung ihrer Produkte anzupassen. Laut Quellen der Financial Times greifen einige Unternehmen bereits zu kleineren Speicherkonfigurationen, während andere ihre Verkaufspreise erhöhen.

Beim RAM-Kauf wird Timing immer wichtiger

Für dich als PC-Spieler bedeutet das vor allem eines: Ein RAM-Upgrade ist momentan schwieriger zu kalkulieren als noch vor wenigen Jahren. Preise können sich kurzfristig stark verändern und gerade größere DDR5-Kits sind von der angespannten Marktlage betroffen.

Auch aktuelle Preisbeobachtungen zeigen, wie volatil der Markt geworden ist. Arbeitsspeicher sind inzwischen eine der kritischsten und teuersten Komponenten eines neuen PC-Builds und weist auf teilweise starke tägliche Preisschwankungen hin.

Wer ohnehin einen neuen Gaming-PC plant, sollte die RAM-Preise deshalb genauer beobachten. Auf eine schnelle Rückkehr zu den extrem günstigen Speicherpreisen vergangener Jahre zu warten, könnte allerdings dauern. Solange KI-Rechenzentren einen immer größeren Teil der weltweiten Speicherproduktion beanspruchen, bleibt „RAMageddon“ für PC-Spieler mehr als nur ein griffiger Begriff. Es bleibt eine Tatsache, mit der wir leben müssen.

Fragen & Antworten

  • Diese Fragen wurden geklärt
  • Warum steigen die RAM-Preise 2026 so stark?
    Ein wichtiger Grund ist die hohe Nachfrage nach Speicher für KI-Rechenzentren. Hersteller richten mehr Produktionskapazitäten auf HBM und Server-Speicher aus, wodurch klassischer DRAM für PCs knapper wird.
  • Was bedeutet „RAMageddon“?
    Mit „RAMageddon“ wird die aktuell stark angespannte Lage am Speichermarkt beschrieben. Gemeint sind hohe Preise, knappe Verfügbarkeit und die Folgen für PCs, Notebooks und andere Geräte.
  • Werden Gaming-PCs durch höhere RAM-Preise teurer?
    Ja. Wenn DDR5 und andere Speicherkomponenten teurer werden, steigen auch die Gesamtkosten eines neuen Gaming-PCs oder eines größeren Upgrades.
  • Wie lange könnten die hohen RAM-Preise anhalten?
    Branchenanalysen gehen davon aus, dass die angespannte Situation auch 2027 noch spürbar sein könnte. Neue Produktionskapazitäten lassen sich nicht kurzfristig aufbauen.
  • Welche RAM-Typen sind besonders betroffen?
    Vor allem moderner DDR5-Speicher steht unter Druck. Gleichzeitig beeinflussen Engpässe bei DRAM generell auch andere Speicherklassen und größere Kits.
  • Was hat KI mit Gaming-RAM zu tun?
    KI-Systeme benötigen enorme Mengen an schnellem Speicher. Für Hersteller ist HBM besonders lukrativ, weshalb Produktionskapazitäten stärker dorthin verschoben werden.

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