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Online-Zwang

Gothic Remake erscheint nicht vollständig auf Disc – Fans zeigen sich sauer

Das Studio hinter dem Gothic Remake stellte auf X klar, dass Discs ohne Internet-Update nicht spielbar seien.

Artikel von Klaus Kainz +

Am 5. Juni soll endlich das Gothic Remake erscheinen, das 2019 offiziell mit einem spielbaren Teaser angekündigt wurde. Kurz vor Release sorgt Publisher THQ Nordic nun bei manchen Fans allerdings für Unmut – insbesondere bei Sammlern. Denn die physische Ausgabe des Rollenspiels dürfte ohne Internet nicht vollständig installierbar sein. Wer die Disc-Variante für PS5 oder Xbox Series abspielen will, muss voraussichtlich einen fünf Gigabyte großen Patch herunterladen.

Physische Kopien des Spiels seien bereits im Umlauf, aber ohne den Patch bisher unspielbar, heißt es in einem Post des Accounts „DoesItPlay1“ auf der Social-Media-Plattform X. Darauf folgte ein Statement auf dem offiziellen Account für das Gothic Remake: „Für uns ist es das Wichtigste, dass die Spieler das Spiel pünktlich zum Starttermin spielen können. Um das zu erreichen, haben wir die Exemplare bereits vorab verschickt. Für das Gothic 1 Remake sind am Starttag etwa 5 GB an Downloads erforderlich.“ Allerdings sei das Spiel danach „vollständig offline spielbar“ und es sei „keine permanente Internetverbindung erforderlich“.

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Gothic 1 Remake, Bild: © THQ Nordic

Gothic 1 Remake, Bild: © THQ Nordic

In den Kommentaren zeigten sich einige Fans mit dem offiziellen Statement unzufrieden. „DRM schadet den Kunden, und obwohl ich weiß, dass ihr damit nicht allein seid, tragt ihr nicht zur Lösung des Problems bei“, schreibt ein Poster. Von einem anderen User auf X hieß es: „Das verfehlt für alle, die physische Medien sammeln und kaufen, trotzdem seinen Zweck“. Tweets wie „Die halten uns wirklich für dumm“ oder „Hört ihr euch eigentlich selbst zu?“ sind ebenfalls zu lesen.

Gothic Remake – Physische Version für Sammler unbrauchbar?

Gothic 1 Remake Screenshot, Bild: © THQ Nordic

Gothic 1 Remake Screenshot, Bild: © THQ Nordic

Digitale Spiele sind inzwischen die Norm, aber in den vergangenen Jahren gab es immer häufiger Kritik an intransparenten Eigentumsrechten – zuletzt entstand ein Shitstorm, nachdem digitale PS5-Spiele plötzlich einen DRM-Timer auf der Konsole hatten. Umso stärker geraten physische Varianten unter Kritik, die ein solches Besitzrecht nicht garantieren. Gothic reiht sich in eine Reihe mit Xbox-Spielen wie Doom: The Dark Ages oder Indiana Jones und der Große Kreis. Diese sind ursprünglich mit nur wenigen Megabyte Daten auf der Disc erschienen. Kritik gab es seit dem Vorjahr auch an den Game-Key Cards von Nintendo, die lediglich Download-Aktivatoren enthalten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dailygame.at.

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