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SteamDB hat einen neuen Eigentümer

Nexus Mods übernimmt SteamDB: Keine Werbung, keine Paywall und große Pläne

Nach 13 Jahren gibt SteamDB-Gründer xPaw sein Projekt ab. Für PC-Spieler könnte daraus eine ziemlich praktische Verbindung entstehen.

Artikel von Markus Bauer +

SteamDB gehört für viele PC-Spieler fast genauso selbstverständlich zu Steam wie der Store selbst. Jetzt steht hinter der beliebten Datenbank plötzlich ein neuer Besitzer: Nexus Mods übernimmt das Projekt nach 13 Jahren. Die wahrscheinlich wichtigste Nachricht kommt direkt mit: SteamDB soll kostenlos bleiben, keine Werbung bekommen und nicht hinter einer Paywall verschwinden.

SteamDB-Gründer Pavel Djundik, besser bekannt als xPaw, erklärt in der offiziellen Ankündigung, warum er diesen Schritt geht. Aus einem Hobbyprojekt sei über die Jahre praktisch ein Vollzeitjob geworden. Nachdem Mitgründer Marlamin bereits früher ausgestiegen war, stemmte er einen Großteil der Arbeit alleine.

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Das wurde irgendwann zu viel. xPaw spricht offen von Burnout und davon, dass die ständig wachsende Zahl an Steam-Spielen, Nutzern und Funktionen alleine kaum noch zu bewältigen sei. Nexus Mods soll SteamDB nun die Entwickler, Ressourcen und langfristige Stabilität geben, die dem Projekt bisher fehlten.

SteamDB soll SteamDB bleiben

Bei einer solchen Übernahme dürfte bei vielen Nutzern sofort eine Frage auftauchen: Wird SteamDB jetzt kostenpflichtig?

Nexus Mods sagt dazu ziemlich eindeutig Nein. Bestehende Inhalte sollen nicht hinter einer Paywall verschwinden. Du sollst auch weiterhin keinen Nexus-Mods-Account benötigen, um SteamDB zu verwenden. Ebenso ist derzeit keine erzwungene Verknüpfung zwischen beiden Plattformen geplant.

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Werbung soll ebenfalls nicht auf SteamDB landen. Ganz ohne Einnahmen wird es langfristig allerdings nicht funktionieren. Nexus Mods nennt unter anderem Partnerschaften, Integrationen und Affiliate-Links als mögliche Wege, um den Betrieb zu finanzieren. Persönliche Daten sollen dafür nicht verkauft werden. Nexus Mods erklärt die Übernahme hier ausführlicher.

Mods könnten von der Übernahme richtig profitieren

Für PC-Spieler steckt der spannendste Teil möglicherweise in der Verbindung beider Dienste. SteamDB dokumentiert sehr genau, wann Spiele aktualisiert werden, welche Version aktuell ist und welche Dateien sich verändern. Genau solche Updates sind für Mod-Nutzer regelmäßig ein Problem. Ein Patch erscheint und plötzlich funktionieren Teile deiner Mod-Sammlung nicht mehr.

Nexus Mods könnte die SteamDB-Daten künftig nutzen, um Mods an bestimmte Spielversionen zu koppeln. Denkbar sind Warnungen vor problematischen Updates, eine bessere Erkennung kompatibler Mod-Versionen oder Hilfen bei der Fehlersuche, wenn ein Update eine bestehende Installation zerstört. Ein Community Manager von Nexus Mods bestätigte zumindest, dass man Spielversions-Abhängigkeiten in das neue Anforderungssystem für Mods integrieren möchte. Über weitere Funktionen will das Unternehmen später sprechen.

Damit könnte aus der Übernahme tatsächlich mehr entstehen als nur ein Besitzerwechsel. Wenn SteamDB weiterhin unabhängig nutzbar bleibt und seine Versionsdaten gleichzeitig besser mit Modding-Werkzeugen zusammenspielen, profitieren am Ende vor allem PC-Spieler. Nach 13 Jahren Einzelarbeit bekommt SteamDB erstmals die Ressourcen eines größeren Teams. Die entscheidenden Versprechen klingen gut: keine Werbung, keine Paywall und kein Account-Zwang. Spannend wird jetzt, ob Nexus Mods daraus tatsächlich bessere Werkzeuge für Spiele-Updates und Mods entwickelt.

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