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Mehr Sicherheit ist gut. Weniger FPS eher nicht.

Windows 11 aktiviert ab Oktober automatisch eine Funktion, die beim Gaming FPS kosten kann

Microsoft schaltet die Speicherintegrität auf mehr Windows-11-PCs automatisch ein. Mehr Sicherheit kann allerdings etwas Gaming-Leistung kosten.

Artikel von Markus Bauer +

Ab Oktober 2026 könnte sich auf deinem Windows-11-PC eine Einstellung automatisch ändern, die für Gamer durchaus interessant ist. Microsoft will die sogenannte Speicherintegrität auf deutlich mehr geeigneten Geräten standardmäßig aktivieren. Die Funktion erhöht die Sicherheit von Windows, kann auf bestimmten Systemen allerdings auch Gaming-Leistung kosten.

Microsoft bestätigt die Änderung im eigenen Windows IT Pro Blog. Über reguläre Windows-Qualitätsupdates soll die Speicherintegrität ab Oktober schrittweise auf geeigneten Geräten aktiviert werden. Falls notwendig, wird dabei auch Virtualization-based Security, kurz VBS, eingeschaltet.

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Für einen Gaming-PC ist das deshalb interessant, weil Microsoft bereits früher eingeräumt hat, dass solche Virtualisierungsfunktionen die Leistung in Spielen beeinflussen können. Wie stark der Unterschied ausfällt, hängt stark von deiner Hardware und dem jeweiligen Spiel ab. Bei modernen Prozessoren dürfte der Effekt meistens geringer ausfallen, ältere Systeme können stärker betroffen sein. Darauf weist auch The Verge hin.

Was macht Windows 11 da eigentlich?

Die Speicherintegrität gehört zur Kernisolierung von Windows 11. Vereinfacht gesagt verhindert sie, dass nicht vertrauenswürdiger Code oder problematische Treiber einfach im besonders sensiblen Kernel-Bereich von Windows ausgeführt werden können.

Dafür nutzt Windows eine virtualisierte und vom restlichen System stärker abgeschottete Umgebung. Das erhöht die Sicherheit, benötigt allerdings zusätzliche Systemressourcen.

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Microsoft aktiviert die Funktion aber nicht blind auf jedem PC. Windows prüft vorab unter anderem Hardware-Unterstützung, Kompatibilität und laut Microsoft ausdrücklich auch Performance-Aspekte. Der Rollout erfolgt außerdem schrittweise und erreicht daher nicht zwangsläufig alle geeigneten Rechner gleichzeitig.

Hast du die Funktion deaktiviert, bleibt sie aus

Wichtig für Gamer, die ihren Rechner bereits optimiert haben: Wenn du die Speicherintegrität bewusst deaktiviert hast, wird Microsoft sie mit diesem Rollout nicht automatisch wieder einschalten. Vorhandene Einstellungen und Richtlinien sollen respektiert werden.

Du kannst selbst überprüfen, wie dein PC konfiguriert ist. Suche unter Windows 11 nach „Kernisolierung“. In den entsprechenden Einstellungen der Windows-Sicherheit findest du die Option „Speicherintegrität“.

Ein pauschales Abschalten nur wegen ein paar möglichen FPS würde ich allerdings nicht empfehlen. Die Funktion existiert aus gutem Grund und schützt einen besonders kritischen Bereich des Betriebssystems. Interessant wird der Vergleich vor allem dann, wenn du nach einem Windows-Update plötzlich ungewöhnlich niedrigere FPS oder schlechtere Frametimes bemerkst.

Für die meisten modernen Gaming-Systeme dürfte das kein großes Drama sein. Wenn deine Leistung nach einem Update jedoch plötzlich sinkt, weißt du zumindest, welche Einstellung einen Blick wert ist.

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