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OBS richtig einstellen: Die besten Einstellungen für Gaming-Streams

Auflösung, FPS, Encoder und Bitrate entscheiden darüber, ob dein Stream sauber läuft oder ständig ruckelt. Mit diesen OBS-Einstellungen bekommst du eine solide Basis für Twitch, YouTube und Kick.

Artikel von Markus Bauer +

OBS Studio gehört zu den wichtigsten Programmen für Livestreaming. Die Software selbst ist kostenlos, leistungsfähig und flexibel, doch genau diese vielen Einstellungen können am Anfang verwirrend sein. Welche Auflösung solltest du verwenden? Sind 60 FPS immer besser? Brauchst du x264 oder einen Hardware-Encoder? Und warum sieht dein Stream trotz schnellem Gaming-PC manchmal schlechter aus als erwartet?

Die gute Nachricht: Du musst OBS nicht bis ins letzte Detail optimieren. Für einen guten Gaming-Stream sind einige wenige Einstellungen entscheidend. Wenn Auflösung, Framerate, Bitrate und Encoder zusammenpassen, hast du bereits den größten Teil erledigt.

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Die Basisauflösung in OBS

Unter Einstellungen → Video findest du zunächst die Basisleinwand. Sie sollte normalerweise der Auflösung entsprechen, mit der du arbeitest oder spielst.

Verwendest du einen 2560 × 1440 Pixel großen Monitor, kannst du deshalb auch die Basisleinwand auf 2560 × 1440 einstellen. Das bedeutet allerdings nicht, dass dein Stream ebenfalls in 1440p übertragen werden muss.

Genau dafür gibt es die Ausgabeauflösung.

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Für viele Gaming-Streams ist 1920 × 1080 Pixel weiterhin ein sinnvoller Ausgangspunkt. Die Auflösung ist hoch genug für ein scharfes Bild und gleichzeitig wesentlich weniger datenintensiv als 1440p oder 4K.

30 oder 60 FPS für den Stream?

Bei schnellen Spielen würde ich grundsätzlich 60 FPS bevorzugen. Shooter, Rennspiele und andere Titel mit schnellen Kamerabewegungen profitieren sichtbar davon.

Bei Talk-Streams, Podcasts, Strategie oder langsameren Spielen können dagegen auch 30 FPS völlig ausreichend sein. Der Vorteil: Bei derselben Bitrate stehen für jedes einzelne Bild mehr Daten zur Verfügung.

Das ist ein wichtiger Punkt. 1080p mit 60 FPS ist nicht automatisch besser als 1080p mit 30 FPS. Bei begrenzter Bitrate muss der Encoder doppelt so viele Bilder verarbeiten. Bei schnellen Szenen können dadurch Blockbildung und Unschärfe stärker sichtbar werden.

Welchen Encoder solltest du in OBS auswählen?

OBS unterscheidet grundsätzlich zwischen Software-Encoding und Hardware-Encoding.

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Bei x264 übernimmt hauptsächlich dein Prozessor die Videocodierung. Bei Hardware-Encodern wie Nvidia NVENC, AMD AMF oder Intel Quick Sync wird dagegen spezialisierte Hardware genutzt.

OBS empfiehlt moderne Hardware-Encoder grundsätzlich für eine gute Performance, weil die CPU dadurch deutlich weniger belastet wird. Gerade wenn du auf demselben PC spielst und streamst, ist das ein erheblicher Vorteil.

Für die meisten aktuellen Gaming-PCs würde ich deshalb einen vorhandenen Hardware-Encoder verwenden.

  • GeForce-Grafikkarte: Nvidia NVENC
  • Radeon-Grafikkarte: AMD AMF
  • Intel Arc: Intel Quick Sync beziehungsweise QSV

x264 bleibt trotzdem interessant, beispielsweise wenn dein PC sehr viele CPU-Reserven besitzt oder deine Grafikkarte keinen guten Hardware-Encoder bietet.

H.264 oder AV1?

Hier wird es etwas komplizierter, denn nicht jede Streaming-Plattform unterstützt dieselben Codecs.

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H.264 ist weiterhin der kompatibelste Codec. Wenn du möglichst problemlos streamen möchtest oder mehrere Plattformen verwendest, ist H.264 deshalb die sichere Basis.

AV1 arbeitet effizienter. Vereinfacht gesagt kann bei derselben Datenmenge eine höhere Bildqualität erreicht werden. OBS unterstützt Hardware-Encoding mit AV1 unter anderem auf neueren Nvidia-, AMD- und Intel-Grafikkarten.

Das hilft dir allerdings nur, wenn deine Streaming-Plattform AV1 auch als Eingangssignal akzeptiert.

YouTube unterstützt AV1 inzwischen offiziell für Livestreaming. Kick verlangt dagegen derzeit H.264 beziehungsweise x264. Deshalb solltest du deinen Codec immer passend zur Zielplattform wählen.

CBR ist beim Livestreaming die richtige Wahl

Beim Streaming solltest du in der Regel CBR als Bitratensteuerung verwenden.

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CBR bedeutet Constant Bitrate. Dein Stream versucht damit, eine weitgehend konstante Datenrate an die Plattform zu senden.

Das unterscheidet sich von Aufnahmen. Für lokale Videos können qualitätsbasierte Verfahren wie CQP sinnvoller sein, beim Livestreaming verlangen oder empfehlen die großen Plattformen dagegen meist eine konstante Bitrate.

Keyframe-Intervall auf 2 Sekunden

Eine weitere kleine Einstellung kann große Auswirkungen haben: das Keyframe-Intervall.

Mit 2 Sekunden bist du für die üblichen Streaming-Plattformen auf der sicheren Seite. YouTube empfiehlt zwei Sekunden ausdrücklich, Kick verwendet ebenfalls entsprechende Streaming-Vorgaben.

Wenn du nicht genau weißt, warum du diesen Wert ändern solltest, würde ich ihn deshalb auf 2 setzen.

Dein Stream darf das Spiel nicht ausbremsen

Ein häufiges Problem entsteht, wenn die Grafikkarte bereits durch das Spiel vollständig ausgelastet ist.

OBS benötigt ebenfalls Ressourcen für Szenen, Vorschau, Skalierung, Browserquellen und Videocodierung. Wenn dein Spiel permanent praktisch die gesamte GPU beansprucht, können Frames im Stream verloren gehen.

In diesem Fall bringt es häufig mehr, die FPS im Spiel zu begrenzen oder einzelne Grafikeinstellungen leicht zu reduzieren.

Es ist besser, mit stabilen 120 FPS zu spielen und einen sauberen Stream zu übertragen, als 165 FPS im Spiel zu erzwingen und gleichzeitig einen ruckelnden Livestream zu produzieren.

Aufnahme und Stream getrennt behandeln

Wenn du gleichzeitig lokal aufzeichnest, solltest du die Aufnahme nicht automatisch mit exakt denselben Einstellungen erstellen.

OBS empfiehlt für Aufnahmen nach Möglichkeit einen Hardware-Encoder. Als Container ist MKV besonders praktisch, weil eine beschädigte oder abgebrochene Aufnahme nicht automatisch die komplette Datei unbrauchbar macht. Anschließend kannst du die Datei direkt in OBS in MP4 umwandeln beziehungsweise remuxen.

Für lokale Aufnahmen kannst du außerdem wesentlich höhere Qualität verwenden als für einen Livestream, weil du nicht von deiner Uploadgeschwindigkeit oder dem Bitratenlimit einer Plattform abhängig bist.

Meine OBS-Basis für Gaming

Für einen normalen Gaming-Stream würde ich deshalb mit diesen Einstellungen beginnen:

  • Ausgabeauflösung: 1920 × 1080
  • FPS: 60 bei schnellen Spielen
  • Encoder: moderner Hardware-Encoder
  • Rate Control: CBR
  • Keyframe-Intervall: 2 Sekunden
  • Audio: Stereo

Die Bitrate hängt anschließend von Plattform, Auflösung, Codec und deiner Internetverbindung ab.

Genau deshalb solltest du OBS nicht mit irgendeiner angeblich perfekten Konfiguration aus dem Internet übernehmen. Ein guter Stream entsteht immer aus dem Zusammenspiel deines PCs, deiner Internetleitung und der Plattform, auf der du sendest.

Für einen sauberen Gaming-Stream musst du OBS nicht mit hundert Spezialoptionen optimieren. Eine vernünftige Auflösung, 30 oder 60 FPS passend zum Inhalt, ein moderner Hardware-Encoder, CBR und genügend freie Ressourcen auf deinem PC sind wesentlich wichtiger. Beginne mit einer stabilen Konfiguration und ändere anschließend immer nur eine Einstellung. So siehst du sofort, ob sich Qualität oder Performance tatsächlich verbessern.

Dieser Artikel bzw. Bilder wurde/n mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt, jedoch vor der Veröffentlichung von einem Menschen überprüft.

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