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Nvidias Exklusivfunktion bleibt offenbar nicht besonders exklusiv.

Nvidia sperrt RTX-50-Feature auf RTX 40, Modder knacken die Sperre in wenigen Stunden

DLSS Multi Frame Generation ist offiziell RTX-50-Grafikkarten vorbehalten. Modder bekommen die Technik trotzdem auf RTX 40 zum Laufen.

Artikel von Markus Bauer +

Eigentlich ist DLSS Multi Frame Generation eines der großen Verkaufsargumente für Nvidias GeForce-RTX-50-Serie. Modder haben die Technik allerdings längst auf RTX-40-Grafikkarten gebracht. Ein aktuelles Update der Nvidia App machte ihnen nun einen Strich durch die Rechnung, allerdings offenbar nur für wenige Stunden.

Wie Tom’s Hardware berichtet, änderte Nvidia über ein Update der eigenen App mehrere Dinge, die bestehende inoffizielle Lösungen für RTX-40-Karten beeinträchtigten. Die Modding-Community reagierte schnell. Bereits wenige Stunden später funktionierten angepasste Varianten wieder.

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Besonders interessant daran: Es geht nicht nur um High-End-Karten wie eine RTX 4090. Ein Nutzer demonstrierte Multi Frame Generation sogar auf einer GeForce RTX 4060 in Resident Evil Requiem und Forza Horizon 6. Nach seiner Einschätzung funktionierte die Technik überraschend gut, allerdings mit merklich höherer Latenz.

Multi Frame Generation sollte eigentlich RTX 50 vorbehalten bleiben

Nvidia hat gute technische Gründe für die offizielle Beschränkung. Bei DLSS Multi Frame Generation können mehrere zusätzliche Bilder zwischen tatsächlich gerenderten Frames erzeugt werden. Dadurch steigt die angezeigte Bildrate massiv.

Bei der Einführung von DLSS 4 erklärte Nvidia selbst, dass dafür mehrere Neuerungen der Blackwell-Architektur zusammenspielen. Dazu gehören schnellere Tensor Cores, ein neuer Ansatz für Optical Flow und sogenanntes Hardware Flip Metering für ein präziseres Frame Pacing.

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Die RTX-40-Serie verwendet dagegen die ältere Ada-Lovelace-Architektur. Offiziell unterstützt Nvidia dort normales Frame Generation, aber kein Multi Frame Generation. Genau diese klare Grenze wird durch die Mods jetzt interessant.

Mindestens drei Mods umgehen die Einschränkung

Laut Tom’s Hardware existieren inzwischen mindestens drei unterschiedliche Ansätze, um Multi Frame Generation auf RTX-40-Grafikkarten zu aktivieren. Angefangen hat die Entwicklung mit einer Lösung für Cyberpunk 2077. Inzwischen gibt es breiter einsetzbare Varianten, die in mehreren Spielen funktionieren sollen.

Einige Community-Berichte sprechen sogar von überraschend sauberem Frame Pacing. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine RTX 4060 plötzlich dieselbe Erfahrung wie eine RTX-50-Karte liefert.

Gerade die höhere Eingabelatenz ist wichtig. Mehr angezeigte FPS bedeuten bei Frame Generation nicht automatisch eine entsprechend schnellere Reaktion des Spiels. Außerdem handelt es sich um inoffizielle Mods ohne Unterstützung durch Nvidia. Kompatibilität, Stabilität und Funktion können sich mit jedem Treiber oder App-Update ändern.

Auch die aktuelle Geschichte zeigt genau das: Nvidia kann Änderungen vornehmen, die solche Lösungen vorübergehend unbrauchbar machen. Die Modder können darauf wiederum reagieren.

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Für RTX-40-Besitzer wird die Sache trotzdem spannend

Der eigentliche Reiz dieser Entwicklung liegt deshalb weniger darin, dass du die Funktion sofort installieren solltest. Spannender ist die grundsätzliche Frage, wie zwingend die Hardware-Grenze zwischen RTX 40 und RTX 50 tatsächlich ist.

Nvidia erklärt nachvollziehbar, warum Blackwell für Multi Frame Generation besser geeignet ist. Gleichzeitig zeigen die bisherigen Modding-Versuche, dass zumindest Teile der Technik offenbar auch auf Ada-GPUs funktionieren können. Dass eine RTX 4060 Multi Frame Generation überhaupt ausführen kann und eine neue Sperre innerhalb weniger Stunden wieder umgangen wurde, dürfte die Diskussion über Nvidias Produktgrenzen aber weiter anheizen.

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