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Bevor du deinen Router neu startest: Schau auf die grüne Linie im Steam-Downloadfenster.

Steam-Download bei 0 Byte/s? Warum Steam manchmal scheinbar stehen bleibt

Steam lädt mit voller Geschwindigkeit und plötzlich stehen dort 0 B/s. Das sieht nach einem kaputten Download aus, obwohl dein PC häufig gerade etwas völlig anderes macht.

Artikel von Markus Bauer +
  • Das Wichtigste in Kürze
  • 0 B/s bedeutet bei Steam nicht automatisch, dass der Download abgestürzt ist.
  • Schreibt oder entpackt Steam gerade Daten, kann die Netzwerkgeschwindigkeit kurzzeitig auf null fallen.
  • Bleiben Netzwerk und Datenträger dauerhaft bei 0 B/s, solltest du Cache, Speicherplatz, Bibliotheksordner und Downloadregion prüfen.

Der Download läuft mit 50, 100 oder vielleicht sogar 500 Mbit/s und dann ist plötzlich Schluss. Steam zeigt 0 B/s, die Restzeit springt nach oben und für einige Sekunden oder sogar Minuten scheint überhaupt nichts mehr zu passieren. Kurz darauf geht der Download weiter, nur um wenig später erneut auf null zu fallen. Wenn du eine schnelle Internetleitung hast, wirkt das besonders absurd.

Das Interessante daran: Dein Internet muss überhaupt nicht das Problem sein. Steam lädt Spiele nicht einfach als fertige Dateien herunter und legt sie anschließend irgendwo auf deiner SSD ab. Während eines Downloads werden Daten gleichzeitig verarbeitet, geschrieben, teilweise entpackt und vorhandene Dateien bei Updates verändert. Ist dein PC damit gerade beschäftigt, kann Steam den Netzwerkdownload vorübergehend reduzieren oder komplett pausieren.

Steam steht bei 0 B/s: Schau zuerst auf den Datenträger

Bevor du irgendetwas zurücksetzt, öffne in Steam den Bereich Downloads und schau dir nicht nur die Netzwerkgeschwindigkeit an. Steam zeigt dort auch, wie stark gerade auf deinen Datenträger geschrieben wird. Läuft die Datenträgeranzeige weiter, obwohl beim Netzwerk 0 B/s stehen, ist das normalerweise ein ziemlich guter Hinweis darauf, dass dein Download gar nicht wirklich feststeckt.

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Valve beschreibt dieses Verhalten sogar selbst. Laut Steam Support können Steam-Installationen sowohl CPU als auch Datenträger stark beanspruchen. Die angezeigte Downloadgeschwindigkeit entspricht deshalb nicht immer dem, was deine Internetverbindung theoretisch liefern könnte. Steam kann den Download drosseln, damit der Rechner mit dem Installieren und Verarbeiten der bereits geladenen Daten hinterherkommt.

Das erklärt auch dieses typische Muster: 80 MB/s, plötzlich 0 MB/s, einige Sekunden hohe Datenträgeraktivität und danach wieder 80 MB/s. In so einem Fall würde ich überhaupt nichts reparieren. Steam arbeitet einfach einen Teil der bereits geladenen Daten ab, bevor weitere Pakete aus dem Netz kommen.

Warum lädt Steam nicht einfach alles zuerst herunter?

Weil ein Spiele-Download etwas komplizierter ist als eine ZIP-Datei aus dem Browser. Steam verwaltet sehr große Spiele in einzelnen Datenpaketen und muss beim Installieren beziehungsweise Aktualisieren dafür sorgen, dass die Dateien anschließend genau dort liegen, wo das Spiel sie erwartet. Bei einem neuen Spiel werden heruntergeladene Daten geschrieben und verarbeitet, bei Updates müssen teilweise bestehende Dateien verändert werden.

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Das kann dazu führen, dass deine Internetleitung viel schneller Daten liefert, als dein PC sie gerade verarbeiten kann. Mit einer schnellen Glasfaserleitung fällt das besonders auf. Wenn dein Internet beispielsweise theoretisch weit über 100 MB pro Sekunde liefern könnte, dein Datenträger und die Verarbeitung aber nicht dauerhaft mithalten, bringt es Steam nichts, immer weitere Daten mit voller Geschwindigkeit nachzuschieben.

Genau deshalb kann ein schneller Internetanschluss paradoxerweise dafür sorgen, dass du diese Pausen deutlicher bemerkst. Der Download füllt den nächsten Arbeitsschritt sehr schnell, Steam verarbeitet die Daten und erst danach geht es mit dem Netzwerk weiter. Von außen sieht das aus wie ein ständig abbrechender Download, obwohl technisch alles funktioniert.

SSD oder HDD: Der Unterschied kann gewaltig sein

Installierst du Steam-Spiele noch auf einer klassischen Festplatte, können diese Pausen deutlich länger ausfallen. Eine HDD ist beim sequentiellen Schreiben großer Dateien zwar nicht automatisch unbrauchbar, aber Spiele bestehen nicht nur aus einer einzigen riesigen Datei. Werden viele Daten verarbeitet, verschoben oder bestehende Dateien verändert, kann eine Festplatte schnell zum langsamsten Teil des gesamten Downloads werden.

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Eine SATA-SSD oder schnelle NVMe-SSD kann solche Arbeiten wesentlich schneller erledigen. Trotzdem ist auch eine NVMe-SSD keine Garantie dafür, dass Steam niemals 0 B/s anzeigt. Die Verarbeitung eines Updates kann zusätzlich CPU-Leistung benötigen und die Art, wie ein Spiel seine Dateien organisiert, hat großen Einfluss darauf, wie schnell der Vorgang abgeschlossen ist.

Deshalb würde ich nicht allein wegen einer kurzen Null in der Netzwerkanzeige sofort eine neue SSD kaufen. Wenn Steam regelmäßig minutenlang nichts aus dem Netz lädt, während der Datenträger dauerhaft stark beschäftigt ist, lohnt sich ein genauerer Blick. Dauert die Pause dagegen nur einige Sekunden und geht der Download anschließend normal weiter, ist das meistens einfach Teil des Installationsvorgangs.

Steam Controller - Bild: Valve

Manchmal muss der Steam Controller länger auf seinen Einsatz warten. Aber warum? – Bild: Valve

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Ein kleines Update kann plötzlich ewig dauern

Besonders verwirrend wird das bei Spiele-Updates. Steam zeigt beispielsweise nur einen Download von 2 GB an, trotzdem dauert das Update deutlich länger als ein kompletter Download derselben Größe. Der Grund ist, dass die heruntergeladene Datenmenge nicht zwingend verrät, wie viele lokale Spieldateien anschließend bearbeitet werden müssen.

Ein Patch kann nur relativ wenige neue Daten enthalten und trotzdem Veränderungen an wesentlich größeren Dateien auslösen. Dann ist der eigentliche Download schnell erledigt, während Steam anschließend länger auf dem Datenträger arbeitet. Genau in dieser Phase kann die Netzwerkaktivität auf 0 B/s sinken, obwohl der gesamte Update-Prozess noch längst nicht fertig ist.

Das ist auch der Grund, warum die Anzeige „2 GB Update“ nicht automatisch bedeutet, dass die Sache mit einer schnellen Leitung nach wenigen Sekunden erledigt sein muss. Download und Installation sind zwei verschiedene Teile desselben Vorgangs. Steam zeigt dir beide innerhalb desselben Download-Managers, wodurch schnell der Eindruck entsteht, der Download selbst würde hängen.

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Woran erkenne ich, ob Steam wirklich feststeckt?

Wenn bei der Netzwerkgeschwindigkeit 0 B/s steht, würde ich zuerst einige Augenblicke beobachten, was daneben passiert. Arbeitet der Datenträger weiter und verändert sich der Fortschritt zumindest gelegentlich, würde ich Steam einfach machen lassen. Auch eine stark schwankende Netzwerkgeschwindigkeit alleine ist noch kein Hinweis auf einen Fehler.

Anders sieht es aus, wenn Netzwerk und Datenträger beide dauerhaft bei 0 B/s bleiben, der Fortschrittsbalken sich nicht mehr verändert und selbst nach längerer Zeit nichts passiert. Dann kann tatsächlich ein Problem vorliegen. Dasselbe gilt, wenn Steam immer wieder an exakt derselben Stelle hängen bleibt oder mit einem Schreib- beziehungsweise Downloadfehler abbricht.

In diesem Fall würde ich allerdings nicht sofort Steam deinstallieren. Valve bietet mehrere deutlich einfachere Möglichkeiten zur Fehlerbehebung an, die deine bereits installierten Spiele normalerweise unangetastet lassen.

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Steam-Downloadcache leeren: sinnvoll, aber nicht bei jeder Pause

Einer der bekanntesten Tipps ist das Leeren des Downloadcaches. Das kann tatsächlich helfen, wenn Steam Downloads nicht mehr korrekt startet oder ein Download dauerhaft festhängt. Valve empfiehlt diesen Schritt selbst bei Problemen mit Downloads und Installationen.

Du findest die Funktion unter Steam → Einstellungen → Downloads → Downloadcache leeren.

Laut Steam Support setzt Steam dabei lokal gespeicherte Download-Konfigurationsdaten zurück und lädt sie anschließend erneut von den Steam-Servern. Deine bereits installierten Spiele werden dadurch nicht gelöscht.

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Du wirst danach allerdings erneut bei Steam angemeldet. Deshalb solltest du sicherstellen, dass du deine Zugangsdaten und gegebenenfalls Steam Guard zur Hand hast. Den Cache würde ich außerdem wirklich nur dann löschen, wenn der Download offensichtlich nicht mehr weitergeht. Bei normalen kurzen Installationspausen bringt dir der Vorgang nichts.

Prüfe, ob auf deiner SSD überhaupt noch genug Platz ist

Auch der freie Speicherplatz kann für Verwirrung sorgen. Ein Spiel benötigt während einer Installation oder eines größeren Updates unter Umständen zusätzlichen Platz, weil Steam neue Daten vorbereiten muss, bevor alte Dateien ersetzt werden können. Nur weil der eigentliche Download 10 GB groß ist, heißt das deshalb nicht zwingend, dass exakt 10 GB freier Speicher ausreichen.

Wenn deine SSD praktisch voll ist, würde ich zuerst Platz schaffen. Ein Laufwerk mit nur wenigen freien Gigabyte ist ohnehin keine besonders gute Ausgangslage für große Spiele und Updates. Steam kann Installationen außerdem zwischen verschiedenen Bibliotheksordnern verschieben, wenn du mehrere Laufwerke im PC hast.

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Valve bietet diese Funktion direkt im Client an. Unter den Eigenschaften eines Spiels kannst du bei den installierten Dateien das Installationsverzeichnis verschieben. Das ist deutlich angenehmer, als ein großes Spiel komplett zu löschen und anschließend erneut herunterzuladen.

Steam kann den Bibliotheksordner reparieren

Wenn Downloads wiederholt mit einem Schreibfehler abbrechen oder Steam auf einem bestimmten Datenträger Probleme macht, solltest du auch den Bibliotheksordner prüfen. Valve weist darauf hin, dass Steam-Bibliotheksverzeichnisse die richtigen Schreibrechte benötigen. Werden Berechtigungen verändert oder gibt es andere Probleme mit dem Ordner, können Installationen und Updates scheitern.

Steam besitzt dafür eine eigene Reparaturfunktion. Öffne Einstellungen → Speicherplatz, wähle beim entsprechenden Laufwerk beziehungsweise Bibliotheksordner die weiteren Optionen und anschließend die Reparaturfunktion. Das ist für mich deutlich sinnvoller, als sofort irgendwelche Steam-Ordner manuell zu löschen.

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Wenn nur Spiele auf einer bestimmten SSD Probleme machen, während Downloads auf einem anderen Laufwerk problemlos funktionieren, wird der Datenträger beziehungsweise dessen Steam-Bibliothek ohnehin deutlich interessanter. In diesem Fall lohnt es sich auch, den Zustand des Laufwerks zu überprüfen.

Steam lädt nur während eines Spiels nicht weiter?

Das kann völlig normal sein. Steam pausiert Downloads standardmäßig, wenn du ein Spiel startest. Valve macht das, damit der Download nicht deine Netzwerkverbindung beansprucht und damit möglicherweise dein laufendes Spiel beeinflusst. Besonders bei Online-Spielen kann das durchaus sinnvoll sein.

Wenn du trotzdem weiterladen möchtest, kannst du das unter Steam → Einstellungen → Downloads ändern. Dort gibt es die Option, Downloads während des Spielens zuzulassen. Valve bestätigt dieses Verhalten ausdrücklich.

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Behalte dabei im Hinterkopf, dass ein großer Download deine Verbindung tatsächlich beeinflussen kann. Hast du beispielsweise eine langsame Leitung und spielst gleichzeitig einen Online-Shooter, würde ich Steam nicht unbedingt die gesamte verfügbare Bandbreite überlassen. Dafür lässt sich im selben Bereich auch ein Downloadlimit einstellen.

Kann der Steam-Server schuld sein?

Ja, auch das ist möglich. Steam liefert Spiele über Content-Server in verschiedenen Regionen aus. Gibt es dort gerade ein Problem oder eine ungünstige Verbindung zu deinem gewählten Server, kann die Geschwindigkeit ungewöhnlich niedrig sein oder der Download Probleme machen.

In den Steam-Einstellungen kannst du unter Downloads deine Downloadregion ändern. Valve empfiehlt bei Problemen mit Content-Servern, zunächst eine nahe gelegene Region zu verwenden und bei weiterhin bestehenden Schwierigkeiten die nächstgelegene Alternative zu testen. Du musst deshalb nicht irgendeinen Server auf der anderen Seite Europas auswählen, nur weil dort gerade Nacht ist.

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Ich würde die Region allerdings ebenfalls nicht wechseln, solange Steam lediglich kurz pausiert und gleichzeitig fleißig Daten auf die SSD schreibt. Ein anderer Server macht deinen Datenträger nicht schneller. Interessant wird die Downloadregion erst dann, wenn die Netzwerkgeschwindigkeit dauerhaft ungewöhnlich niedrig ist und lokal kein offensichtlicher Flaschenhals zu erkennen ist.

Virenscanner können Steam ebenfalls bremsen

Es gibt noch einen Kandidaten, der bei großen Installationen gerne dazwischenfunkt: der Virenscanner. Steam schreibt während eines Downloads viele neue beziehungsweise veränderte Dateien auf dein Laufwerk. Sicherheitssoftware kann diese Daten kontrollieren und damit zusätzliche CPU- und Datenträgerlast erzeugen.

Das heißt nicht, dass du Windows Defender oder deinen Virenscanner dauerhaft ausschalten solltest. Das wäre wegen eines langsamen Downloads eine ziemlich schlechte Lösung. Wenn dein System aber während der Steam-Pausen ungewöhnlich stark beschäftigt ist, kannst du im Task-Manager beziehungsweise Ressourcenmonitor nachsehen, welche Prozesse gerade CPU und Datenträger beanspruchen.

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Siehst du dort während jedes Einbruchs einen bestimmten Prozess mit hoher Datenträgeraktivität, hast du zumindest einen Hinweis. Oft ist genau diese Beobachtung hilfreicher als das übliche Ausprobieren von zehn angeblichen Steam-Fixes aus irgendeinem Forum.

Auch deine CPU kann zum Flaschenhals werden

Bei Steam denken die meisten zuerst an Internet und SSD. Die CPU wird gerne vergessen. Valve weist aber ausdrücklich darauf hin, dass Steam-Installationen sowohl CPU- als auch datenträgerintensiv sein können. Werden heruntergeladene Daten verarbeitet, kann deshalb auch der Prozessor bestimmen, wie schnell der nächste Teil des Downloads weitergeht.

Das fällt besonders bei einer sehr schnellen Internetverbindung auf. Wenn deine Leitung Daten schneller liefert, als dein Rechner sie verarbeiten und installieren kann, muss Steam irgendwann warten. Ein Upgrade von 500 Mbit/s auf 1 Gbit/s verdoppelt dann nicht automatisch die Geschwindigkeit einer kompletten Steam-Installation.

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Das ist generell ein wichtiger Unterschied: Deine Internetgeschwindigkeit bestimmt, wie schnell Daten bei dir ankommen können. Die gesamte Installationsdauer hängt aber zusätzlich davon ab, wie schnell CPU und Datenträger diese Daten verarbeiten. Bei großen Spielen können deshalb zwei PCs an derselben Internetleitung unterschiedlich schnell fertig werden.

MB/s und Mbit/s: Steam wirkt manchmal langsamer, als es ist

Eine weitere Falle steckt in den Einheiten. Internetanbieter geben Geschwindigkeiten normalerweise in Megabit pro Sekunde, also Mbit/s, an. Steam kann seine Geschwindigkeit dagegen in Bytes pro Sekunde anzeigen. Acht Bit entsprechen einem Byte, weshalb eine 100-Mbit-Leitung theoretisch maximal ungefähr 12,5 MB/s übertragen kann.

Wenn du also 250 Mbit/s Internet bezahlst und Steam ungefähr 30 MB/s anzeigt, läuft deine Verbindung bereits ziemlich ordentlich. Steam erlaubt inzwischen allerdings unterschiedliche Darstellungen, weshalb du beim Vergleichen immer darauf achten solltest, ob gerade Bit oder Byte angezeigt werden.

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Diese Umrechnung erklärt zwar keinen echten Einbruch auf 0 B/s, verhindert aber eine Menge unnötige Fehlersuche. Wer 100 Mbit/s gebucht hat und 12 MB/s in Steam sieht, bekommt nicht nur ein Achtel seiner Geschwindigkeit. Es sind lediglich unterschiedliche Einheiten.

So würde ich einen Steam-Download bei 0 B/s prüfen

Wenn Steam bei mir plötzlich auf null fällt, würde ich nicht sofort irgendetwas verändern. Zuerst schaue ich im Download-Manager auf die Datenträgeraktivität. Arbeitet die SSD oder Festplatte weiter, lasse ich Steam zunächst in Ruhe. Meistens setzt der Netzwerkdownload von alleine wieder ein.

Bleiben dagegen Netzwerk und Datenträger dauerhaft stehen, prüfe ich als Nächstes freien Speicherplatz und starte Steam einmal neu. Besteht das Problem danach weiterhin, kommen Downloadcache, Bibliotheksordner und Downloadregion an die Reihe. Erst wenn diese einfachen Schritte nichts bringen, würde ich tiefer nach einem Netzwerk-, Datenträger- oder Softwareproblem suchen.

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  1. 0 B/s Netzwerk, aber hohe Datenträgeraktivität: Steam verarbeitet wahrscheinlich bereits heruntergeladene Daten.
  2. Netzwerk und Datenträger stehen dauerhaft: Steam neu starten und Downloadcache prüfen.
  3. Nur ein bestimmtes Laufwerk macht Probleme: Bibliotheksordner und Datenträger kontrollieren.
  4. Alle Downloads sind dauerhaft langsam: Downloadregion und Netzwerk prüfen.
  5. Download stoppt beim Start eines Spiels: Das ist standardmäßig beabsichtigt und lässt sich in Steam ändern.

Wichtig ist vor allem, nicht alle Maßnahmen gleichzeitig durchzuführen. Wenn du Cache, Region, Netzwerkadapter und Steam-Installation in einem Durchgang veränderst und danach alles wieder funktioniert, weißt du nicht, wo das Problem eigentlich lag. Ändere eine Sache, teste erneut und gehe erst danach zum nächsten Schritt.

Wann du Steam einfach arbeiten lassen solltest

Wenn die Netzwerkgeschwindigkeit nur gelegentlich auf null fällt, der Datenträger währenddessen arbeitet und der Download anschließend selbstständig weitergeht, würde ich überhaupt nichts unternehmen. Dein Steam-Client ist dann sehr wahrscheinlich nicht abgestürzt. Er verarbeitet lediglich die bereits heruntergeladenen Daten.

Genau dieses Verhalten sieht bei schnellen Internetleitungen besonders dramatisch aus. Du hast vielleicht mehrere hundert Mbit/s oder sogar Gigabit-Internet und erwartest verständlicherweise eine gerade Downloadkurve mit Vollgas bis 100 Prozent. Spieleinstallationen funktionieren aber nicht wie ein einfacher Geschwindigkeitstest. Netzwerk, CPU und Datenträger müssen zusammenarbeiten.

Problematisch wird es erst, wenn über längere Zeit wirklich nichts mehr passiert. Stehen Netzwerk und Datenträger gleichzeitig, verändert sich der Fortschritt nicht und Steam nimmt den Download auch nach einem Neustart nicht wieder auf, solltest du mit der Fehlerbehebung beginnen. Alles andere ist häufig einfach Steam bei der Arbeit.

Fragen & Antworten

  • Diese Fragen wurden geklärt
  • Warum fällt mein Steam-Download immer wieder auf 0 B/s?
    Steam kann den Netzwerkdownload vorübergehend pausieren, während bereits heruntergeladene Daten verarbeitet und auf den Datenträger geschrieben werden. Läuft währenddessen die Datenträgeraktivität weiter, liegt deshalb nicht automatisch ein Problem mit deiner Internetverbindung vor.
  • Warum zeigt Steam 0 B/s, aber der Datenträger arbeitet weiter?
    In diesem Fall verarbeitet beziehungsweise installiert Steam wahrscheinlich bereits heruntergeladene Daten. Valve weist selbst darauf hin, dass Steam-Installationen CPU und Datenträger stark beanspruchen können und der Download an diese Verarbeitung angepasst werden kann.
  • Was kann ich tun, wenn Steam dauerhaft bei 0 B/s bleibt?
    Starte Steam zunächst neu und prüfe freien Speicherplatz. Hilft das nicht, kannst du den Downloadcache leeren, den Steam-Bibliotheksordner reparieren und testweise die Downloadregion wechseln. Valve bietet alle drei Möglichkeiten direkt im Steam-Client an.
  • Warum pausiert Steam meinen Download, sobald ich ein Spiel starte?
    Steam pausiert Downloads standardmäßig während des Spielens. In den Download-Einstellungen kannst du „Downloads während des Spielens zulassen“ aktivieren, wenn der Download im Hintergrund weiterlaufen soll.
  • Hilft eine schnellere SSD bei Steam-Downloads?
    Sie kann vor allem bei den Installations- und Verarbeitungsschritten helfen. Wenn dein Datenträger der Flaschenhals ist, kann eine SSD gegenüber einer langsamen HDD die Pausen verkürzen. Eine schnelle SSD macht deine eigentliche Internetverbindung aber natürlich nicht schneller.
  • Warum dauert ein kleines Steam-Update so lange?
    Die Downloadgröße ist nicht dasselbe wie die Menge an Daten, die Steam lokal bearbeiten muss. Ein kleiner Patch kann Änderungen an deutlich größeren Spieldateien auslösen und deshalb wesentlich länger für die Installation benötigen als für den eigentlichen Download.
  • Soll ich den Steam-Downloadcache regelmäßig löschen?
    Nein. Der Downloadcache ist eine Fehlerbehebungsmaßnahme und keine regelmäßige Wartung. Wenn deine Downloads normal funktionieren, gibt es keinen Grund, ihn vorsorglich zu leeren.

Dieser Artikel bzw. Bilder wurde/n mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt, jedoch vor der Veröffentlichung von einem Menschen überprüft.

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